KI-Telefonie: Technik, Einsatz, Kosten und Recht für KMU

KI-Telefonie heißt: Eine Software nimmt Telefonate an oder führt sie selbst, versteht frei gesprochene Sätze und antwortet mit synthetischer Stimme. Für KMU gibt es fertige Lösungen ab 0 € Grundgebühr. Entscheidend sind Telefonanbindung, Integrationen, Datenschutz und der KI-Hinweis am Gesprächsbeginn.

Inhalt

KI-Telefonie ist der Sammelbegriff für alles, was künstliche Intelligenz am Telefon erledigt: Anrufe annehmen, Fragen beantworten, Termine eintragen, an Mitarbeitende durchstellen, Kunden zurückrufen und Gespräche zusammenfassen. Für Geschäftsführer kleiner und mittlerer Unternehmen ist vor allem eine Frage wichtig: Welche dieser Aufgaben kann die KI in Ihrem Betrieb zuverlässig übernehmen, und was müssen Sie dafür technisch, vertraglich und rechtlich vorbereiten? Dieser Ratgeber erklärt die Technik ohne Fachchinesisch, ordnet die Anbietertypen ein und zeigt, worauf Sie bei Kosten und Recht achten sollten.

Was KI-Telefonie konkret umfasst

Unter dem Begriff laufen drei recht unterschiedliche Anwendungen:

  • KI-Anrufannahme (eingehend): Ein KI-Telefonassistent nimmt Anrufe an, wenn niemand Zeit hat, beantwortet Standardfragen und bucht Termine. Das ist der häufigste Einstieg für KMU.
  • KI-Anrufe (ausgehend): Die KI ruft selbst an, etwa für Terminerinnerungen, Rückrufe oder die Qualifizierung von Anfragen. Mehr dazu im Ratgeber KI-Outbound-Anrufe.
  • KI in der Telefonanlage: Gespräche zwischen Menschen werden transkribiert, zusammengefasst oder ausgewertet. Die KI führt hier kein Gespräch, sie dokumentiert.

Ein klassisches Sprachmenü (IVR) mit „Drücken Sie die 1“ gehört nicht dazu. Es versteht keine frei formulierten Sätze, sondern nur Tasten oder feste Stichworte. Ebenfalls abzugrenzen ist der einfache KI-Anrufbeantworter, der Nachrichten aufnimmt und verschriftlicht, aber nicht im Dialog reagiert.

So funktioniert KI-Telefonie technisch

Jede Antwort der KI durchläuft eine Kette aus mehreren Bausteinen. Wer sie kennt, kann Anbieter gezielter befragen.

  1. Telefonanbindung: Der Anruf muss erst einmal bei der KI ankommen. Dafür sorgt ein Telefonie-Dienstleister, der Ihre Nummer oder eine eigene Nummer mit dem System verbindet.
  2. Spracherkennung (Speech-to-Text): Die Spracherkennung wandelt die Stimme laufend in Text um. Hier entscheidet sich, wie gut Namen, Hausnummern, Dialekte und Hintergrundlärm verarbeitet werden.
  3. Sprachmodell: Ein großes Sprachmodell (LLM) versteht das Anliegen im Zusammenhang, hält sich an Ihre Vorgaben und greift auf eine Wissensbasis mit Öffnungszeiten, Preisen und FAQ zu.
  4. Werkzeuge und Schnittstellen: Über Integrationen prüft die KI freie Termine, legt Kontakte im CRM an oder startet eine Weiterleitung.
  5. Sprachsynthese (Text-to-Speech): Die Sprachsynthese spricht die Antwort mit künstlicher Stimme aus.

Wie das in der Praxis zusammengesetzt ist, zeigen die offengelegten Dienstleister: fonio nennt im AVV unter anderem Twilio und Voxbone für die Telefonie, OpenAI Ireland für das Sprachmodell sowie weitere Dienstleister wie LiveKit und Soniox. smao betreibt die Sprachmodelle laut eigener Architekturseite selbst in Deutschland. Für Ihre Datenschutzprüfung heißt das: Jeder Baustein kann ein eigener Unterauftragsverarbeiter sein.

Latenz und Unterbrechen: woran Sie gute Gesprächsqualität erkennen

Ob sich ein KI-Telefonat natürlich anfühlt, hängt weniger an der Stimme als an zwei Eigenschaften. Die Latenz ist die Pause zwischen Ihrem letzten Wort und der Antwort. Jeder Baustein der Kette braucht Rechenzeit, und die Summe merkt der Anrufer. Die zweite Eigenschaft ist das Unterbrechen: Fällt der Anrufer der KI ins Wort, sollte sie sofort aufhören zu sprechen und zuhören. Fachleute nennen das Barge-in.

Verlässliche, unabhängig gemessene Latenzwerte veröffentlicht kaum ein Anbieter. Prüfen Sie beides deshalb selbst mit einem Testanruf: Sprechen Sie schnell, unterbrechen Sie, nennen Sie einen ungewöhnlichen Nachnamen und eine Straße mit Hausnummer. Viele Anbieter bieten dafür eine Testnummer, Freiminuten oder einen kostenlosen Tarif.

Wie die KI an Ihr Telefon kommt

Für die meisten Betriebe reicht eine Rufumleitung: Ihre bestehende Nummer leitet bei Besetzt, nach einigen Sekunden Klingeln oder außerhalb der Öffnungszeiten an die Nummer des Anbieters weiter. Wie das an Router und Anlage geht, beschreibt der Ratgeber Rufumleitung einrichten. Unternehmen mit eigener Telefonanlage und vielen Durchwahlen binden die KI über einen SIP-Trunk an, bei fonio etwa ab dem Tarif Team. Wer ohnehin den Telefonanbieter wechseln will, kann die Nummer per Rufnummernportierung mitnehmen und Telefonanlage und KI aus einer Hand beziehen.

Wofür KMU KI-Telefonie einsetzen

Die fertigen Produkte decken vor allem wiederkehrende, klar umrissene Anliegen ab:

  • Auskunft: Öffnungszeiten, Anfahrt, Preise, Bearbeitungsstand.
  • Terminvereinbarung: Die KI prüft freie Zeiten und trägt den Termin direkt ein. fonio bindet laut Anbieter unter anderem Google Calendar, Outlook, Calendly und eTermin an, laut Vergleichstabelle ist die Kalenderverbindung aber erst ab dem Tarif Team inklusive. Mehr unter telefonische Terminvereinbarung.
  • Vorsortieren und Weiterleiten: Dringendes wird live durchgestellt, alles andere landet als Zusammenfassung per E-Mail oder im CRM.
  • Erreichbarkeit außerhalb der Geschäftszeiten: Anrufe am Abend oder am Wochenende gehen nicht verloren. Warum das zählt, zeigt der Ratgeber telefonische Erreichbarkeit.
  • Ausgehende Anrufe: Erinnerungen und Rückrufe. Nicht jeder Anbieter kann das: Laut unseren Daten bieten sipgate sona, Placetel, Famulor und smao ausgehende Anrufe, IONOS und meiti nicht. Teils gilt das erst in höheren Tarifen, bei Placetel etwa ab Professional, bei fonio ab Team.

Schwierig bleibt alles, was Einfühlungsvermögen, Verhandlung oder eine fachliche Einzelfallbewertung braucht. Planen Sie dafür immer einen Weg zum Menschen ein, per Weiterleitung oder Rückrufnotiz.

Praxistipp

Notieren Sie zwei Wochen lang, wer warum anruft. Die fünf häufigsten Anliegen sind Ihr Startumfang. Starten Sie den Testbetrieb nur bei Besetzt oder nach Feierabend und lesen Sie die Gesprächsprotokolle anfangs wöchentlich.

Welche Anbietertypen es gibt

Der Markt ist unübersichtlich, weil sehr unterschiedliche Unternehmen KI-Telefonie anbieten. Fünf Gruppen helfen bei der Einordnung:

AnbietertypBeispielePasst zu
Telefonieanbieter mit KI-Modulsipgate sona, Placetel, NovofonBetrieben, die Telefonie und KI aus einer Hand wollen
Hoster mit KI-AssistentIONOS, Stratoeinfachem Einstieg mit überschaubarem Anrufaufkommen
Spezialisierte KI-Telefonassistentenfonio, Zeeg, SpeakKI, smaoden meisten KMU mit Terminbuchung und Integrationen
BranchenlösungenDoctolib, VITAS, Lexdial, FlowlynePraxen, Kanzleien, Autohäusern mit Fachsoftware
EntwicklerplattformenVapi, Retell AI, SynthflowAgenturen, Entwicklerteams, Contact Centern

Die Entwicklerplattformen sind flexibel, verlangen aber technisches Know-how. Vapi verarbeitet Daten laut Datenschutzerklärung in den USA, eine EU-Region gibt es dort laut Dokumentation nur im Premier-Paket. Für deutsche KMU ohne eigene Entwickler sind fertige Produkte meist der kürzere Weg.

Was KI-Telefonie kostet

Die Preismodelle lassen sich schwer direkt vergleichen. Folgende Varianten finden Sie am Markt (alle Angaben laut Anbieter, Stand 26.10.2026):

  • Kostenloser Tarif: sipgate sona dauerhaft mit 500 Minuten, bezahlte Pakete ab 69,95 € netto im Monat.
  • Pro Minute ohne Grundgebühr: Famulor im Prepaid 0,15 € netto, smao 0,35 € je Minute (ob netto oder brutto, nennt die Preisseite nicht).
  • Monatspaket mit Inklusivminuten: SpeakKI ab 39 € netto mit 300 Minuten, Placetel 79 € netto monatlich kündbar mit 750 Minuten (zuzüglich 9 € je AI-Rufnummer), fonio 119 € netto monatlich (99 € bei Jahreszahlung) mit 1.000 Minuten.
  • Pro Anruf oder Konversation: IONOS ab 39 € inklusive MwSt. im Monat, VITAS ab 49 € netto monatlich plus 0,28 € je Konversation im Tarif FLEX.
  • Baukasten nach Verbrauch: Bei Retell AI setzt sich der Minutenpreis aus Plattform, Sprachmodell, Stimme und Telefonie zusammen, laut Preisseite 0,07 bis 0,31 USD.

Ein Rechenbeispiel für 400 Gesprächsminuten im Monat: Famulor-Prepaid 60 € netto (400 × 0,15 €), smao 140 € (400 × 0,35 €), SpeakKI 39 € plus 100 Zusatzminuten à 0,15 €, also 54 € netto. Im Free-Tarif von sipgate sona wären die 400 Minuten abgedeckt. Achten Sie zusätzlich auf Einrichtungsgebühren: meiti verlangt laut Anbieter einmalig 499 €, im Team-Tarif 999 €. Ihre eigene Anrufmenge spielen Sie im Kostenrechner durch, alle Preismodelle erklärt die Seite Kosten. Gratis-Optionen vergleicht der Ratgeber KI-Telefonassistent kostenlos.

Recht und Datenschutz: vier Punkte vor dem Start

Keine Rechtsberatung

Die folgenden Hinweise geben die Rechtslage vereinfacht wieder und ersetzen keine Prüfung durch Ihren Datenschutzbeauftragten oder eine Kanzlei.

1. KI-Hinweis. Art. 50 Abs. 1 der KI-Verordnung (EU) 2024/1689 verlangt, dass Anrufer erfahren, dass sie mit einer KI sprechen, sofern das nicht offensichtlich ist. Die Pflicht gilt laut Art. 113 ab dem 2. August 2026. sipgate sona stellt sich laut Leistungsbeschreibung zu Gesprächsbeginn als KI vor. Bei fonio müssen Sie die Hinweisfunktion laut AGB selbst aktivieren, bei IONOS die Begrüßung selbst entsprechend einrichten. Details im Ratgeber AI Act und KI-Telefonie.

2. Auftragsverarbeitung. Der Anbieter verarbeitet Namen, Rufnummern, Stimme und Anliegen in Ihrem Auftrag. Dafür verlangt Art. 28 DSGVO einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Fragen Sie nach der vollständigen Subprozessorliste. Ein Beispiel, warum: sipgate sona betreibt die Sprachmodelle laut Anbieter in deutschen Rechenzentren, die Unterauftragnehmerliste nennt aber auch ElevenLabs (USA) für Spracherkennung und Sprachausgabe. Mehr unter Datenschutz bei KI-Telefonie.

3. Aufzeichnung. Wer unbefugt das nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen auf einen Tonträger aufnimmt, macht sich nach § 201 StGB strafbar. Die Anbieter lösen das verschieden: Bei fonio ist die Audioaufzeichnung zuschaltbar, Aufnahmen werden laut AVV nach 30 Tagen gelöscht. Bei Placetel ist die Aufbewahrung von „keine“ bis „dauerhaft“ einstellbar. Transkripte entstehen meist trotzdem. Hintergründe im Ratgeber Telefongespräche aufzeichnen.

4. Ausgehende Werbeanrufe. § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG erlaubt Werbung per Telefonanruf gegenüber Verbrauchern nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung, gegenüber sonstigen Marktteilnehmern mit zumindest mutmaßlicher Einwilligung. Für Werbung mit einer automatischen Anrufmaschine verlangt Nr. 2 in jedem Fall die vorherige ausdrückliche Einwilligung. Wie ein KI-Agent hier einzuordnen ist, sollten Sie vor dem Start einer Kampagne rechtlich prüfen lassen.

Anbieter für KI-Telefonie im Vergleich

Die Rangliste ergibt sich aus unserer Bewertungsmethodik: Funktionen 30 %, Datenschutz 25 %, Preis-Leistung 20 %, Einrichtung 15 %, Vertrag und Support 10 %. Provisionen fließen nicht ein.

1.
Testsieger nach Methodik

fonio 4,4/ 5

ab 99 € netto/Monat (jährlich), 119 € monatlich · Hosting: EU (DE/FI/FR)

  • Öffentliche Preise mit 1.000 Inklusivminuten schon im Solo-Tarif
  • Rund 30 verfügbare Integrationen, darunter Google Calendar, Calendly, eTermin, Pipedrive, onOffice, Make und n8n
  • AVV mit vollständiger Subprozessorliste, Löschfristen und Verschwiegenheitserklärungen für Berufsgeheimnisträger
2.

Famulor 4,3/ 5

ab 0 € Grundgebühr (Prepaid 0,15 €/Min. netto) · Hosting: Frankfurt, KI-Region wählbar

  • Prepaid ohne Grundgebühr und ohne Vertragsbindung, 0,15 € netto pro Minute, sekundengenaue Abrechnung
  • Ein- und ausgehende Anrufe, Terminbuchung im Gespräch, warme Weiterleitung mit Briefing, dazu WhatsApp, SMS und E-Mail
  • Sehr viele Anbindungen: Google Kalender, Outlook, HubSpot, Salesforce, Pipedrive, Zapier, REST-API, SDK und SIP-Trunks
3.

sipgate sona 4,3/ 5

Free 0 €, bezahlt ab 69,95 € netto/Monat · Hosting: EU (Deutschland)

  • Free-Tarif mit 500 Minuten dauerhaft kostenlos, ohne Kreditkarte
  • Öffentliche Preise, Mehrminute 0,12 € netto
  • Monatlich kündbar, Frist ein Werktag zum Monatsende
4.

smao 4,3/ 5

ab 0 € Grundgebühr + 0,35 €/Min. · Hosting: Deutschland

  • Öffentliche Preise mit Pay as you Go ohne Grundgebühr und 50 Freiminuten ohne Kreditkarte
  • Hosting in Deutschland, selbst betriebene Sprachmodelle, laut Anbieter keine OpenAI- oder US-KI-Subprozessoren in der Gesprächsverarbeitung
  • 74 Integrationen, darunter HubSpot, Salesforce, Jira Service Management, TANSS und HaloPSA, dazu REST-API und Webhooks
5.

VITAS 4,3/ 5

ab 40 € netto/Monat (jährlich), 49 € monatlich · Hosting: Deutschland

  • Hosting komplett in Deutschland (Open Telekom Cloud), öffentliche Subprozessorenliste im AVV ohne US-Dienstleister
  • Prüfung nach BSI C5 Typ 1 und ISO 27001, AVV und TOMs öffentlich als PDF abrufbar
  • Viele Anbindungen an Praxis- und Terminsoftware wie medatixx, samedi, tomedo, cituro oder dubidoc

Die wichtigsten Kriterien nebeneinander:

AnbieterWertungPreis abTestphaseHostingAVVTermin­buchungAusgehende Anrufe
fonio4,4/ 5ab 99 € netto/Monat (jährlich), 119 € monatlichkostenlos testen (Demo-Assistent aus der eigenen Website), 30 Tage Geld-zurück-GarantieEU (DE/FI/FR)✓ Ja✓ Ja✓ JaZum Anbieter →Anzeige
sipgate sona4,3/ 5Free 0 €, bezahlt ab 69,95 € netto/MonatFree-Tarif dauerhaft kostenlos (500 Min.), ohne KreditkarteEU (Deutschland)✓ Ja✓ Ja✓ JaZum Anbieter →
Placetel AI4,2/ 5ab 69 € netto/Monat (24 Monate), monatlich kündbar 79 €10 Tage kostenlos inkl. 50 GesprächsminutenDeutschland (GCP)✓ Ja✓ Ja✓ JaZum Anbieter →
smao4,3/ 5ab 0 € Grundgebühr + 0,35 €/Min.50 Freiminuten, ohne Kreditkarte und ohne EinrichtungsgebührDeutschland✓ Ja✓ Ja✓ JaZum Anbieter →
Famulor4,3/ 5ab 0 € Grundgebühr (Prepaid 0,15 €/Min. netto)kostenlose Registrierung ohne Kreditkarte mit 800 Start-Credits (rechnerisch rund 26 Minuten bei 200 Credits je Euro und 0,15 €/Min.)Frankfurt, KI-Region wählbar✓ Ja✓ Ja✓ JaZum Anbieter →
IONOS KI Telefonassistent4,0/ 5ab 32,77 € netto/Monat (39 € inkl. MwSt.)1 Monat kostenlos (laut Anbieter „nur für kurze Zeit“), dazu öffentliche TestnummerEU (ohne Standort)✓ Ja◐ Teilweise✗ NeinZum Anbieter →

Viele Integrationen und Terminbuchung: fonio bringt laut Anbieter rund 30 Integrationen mit, legt im AVV alle Subprozessoren mit Standort offen und ist monatlich kündbar. Ausgehende Anrufe und parallele Gespräche gibt es erst ab dem Tarif Team.

fonio 4,4/ 5
ab 99 € netto/Monat (jährlich), 119 € monatlich · EU (DE/FI/FR)
  • Öffentliche Preise mit 1.000 Inklusivminuten schon im Solo-Tarif
  • Rund 30 verfügbare Integrationen, darunter Google Calendar, Calendly, eTermin, Pipedrive, onOffice, Make und n8n
  • AVV mit vollständiger Subprozessorliste, Löschfristen und Verschwiegenheitserklärungen für Berufsgeheimnisträger

Ohne Kosten ausprobieren: sipgate sona startet dauerhaft kostenlos mit 500 Minuten und ohne Kreditkarte. API und CRM-Anbindung kommen ab dem bezahlten Tarif Starter.

sipgate sona kostenlos starten →

Viele Anrufe gleichzeitig: Placetel nennt unbegrenzt parallele Anrufe schon im Einstiegstarif. Datenschutz zuerst: smao betreibt die Modelle laut Anbieter selbst in Deutschland und bietet On-Premises an. Alle geprüften Anbieter finden Sie in der Anbieterübersicht und im Vergleich.

Checkliste: So wählen Sie die passende KI-Telefonie

  1. Anliegen festlegen: Welche fünf Anrufgründe soll die KI übernehmen, welche nie?
  2. Anbindung klären: Reicht eine Rufumleitung oder brauchen Sie SIP-Trunk und parallele Anrufe?
  3. Integrationen prüfen: Unterstützt der Anbieter Ihren Kalender, Ihr CRM oder Ihre Branchensoftware direkt?
  4. Datenschutz dokumentieren: AVV, Subprozessorliste, Aufzeichnung und Speicherfristen schriftlich klären.
  5. KI-Hinweis einplanen: Prüfen, ob der Anbieter ihn automatisch sagt oder ob Sie ihn in die Begrüßung schreiben müssen.
  6. Selbst testen: Testanruf mit Unterbrechungen, Namen und Adressen, am besten von mehreren Personen.
  7. Vertrag lesen: Laufzeit und Kündigungsfrist vergleichen. Placetel bietet etwa 24 Monate zum Rabattpreis oder monatliche Kündbarkeit zum höheren Preis.

KI-Telefonie lohnt sich vor allem, wenn bei Ihnen regelmäßig Anrufe unbeantwortet bleiben oder Ihr Team ständig durch dieselben Fragen unterbrochen wird. Mit Free-Tarifen, Freiminuten und Testnummern lässt sich das mit geringem Risiko ausprobieren, bevor Sie sich für ein Paket entscheiden. Wenn Sie zwischen Software und einem menschlichen Sekretariat abwägen, hilft der Vergleich KI vs. Telefonservice.

Häufige Fragen

Was ist KI-Telefonie?KI-Telefonie bezeichnet Telefonate, die ganz oder teilweise von künstlicher Intelligenz geführt oder ausgewertet werden. Eine Spracherkennung wandelt die Stimme des Anrufers in Text um, ein Sprachmodell versteht das Anliegen und entscheidet über die Antwort, eine Sprachsynthese spricht sie aus. Typische Aufgaben sind Anrufannahme, Auskunft, Terminbuchung, Weiterleitung und Gesprächszusammenfassung.
Was kostet KI-Telefonie?Das hängt vom Preismodell ab. sipgate sona hat einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit 500 Minuten, Famulor rechnet im Prepaid 0,15 € netto je Minute ab, SpeakKI startet bei 39 € netto im Monat mit 300 Minuten, fonio bei 119 € netto monatlich mit 1.000 Minuten. VITAS rechnet pro Konversation ab, IONOS pro Anruf. Alle Angaben laut Anbieter, Stand 26.10.2026.
Brauche ich für KI-Telefonie eine neue Telefonanlage oder Nummer?Meist nicht. Sie behalten Ihre Rufnummer und leiten Anrufe per Rufumleitung auf die Nummer des Anbieters um, etwa bei Besetzt, nach einigen Sekunden oder außerhalb der Öffnungszeiten. Größere Anlagen binden die KI über einen SIP-Trunk an. Wer ohnehin die Telefonie wechseln will, kann bei Anbietern wie Placetel oder sipgate Telefonanlage und KI aus einer Hand beziehen.
Muss die KI am Telefon sagen, dass sie eine KI ist?Nach Art. 50 Abs. 1 der KI-Verordnung (EU) 2024/1689 müssen KI-Systeme, die direkt mit Menschen interagieren, so gestaltet sein, dass die Person erfährt, dass sie mit einer KI spricht, sofern das nicht offensichtlich ist. Die Pflicht gilt laut Art. 113 ab dem 2. August 2026. Manche Anbieter wie sipgate sona bringen die Ansage mit, bei anderen wie fonio, IONOS oder Placetel müssen Sie sie selbst einrichten. Dies ist keine Rechtsberatung.
Darf eine KI Kunden anrufen?Technisch können viele Systeme ausgehend telefonieren. Für Werbeanrufe gilt § 7 Abs. 2 UWG: gegenüber Verbrauchern nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung, gegenüber Unternehmen mindestens mit mutmaßlicher Einwilligung. Für Werbung mit automatischen Anrufmaschinen verlangt das Gesetz in jedem Fall eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Lassen Sie Ihr Vorhaben vor dem Start rechtlich prüfen, dies ist keine Rechtsberatung.
Kann eine KI mehrere Anrufe gleichzeitig annehmen?Das hängt vom Tarif ab. Placetel nennt unbegrenzt parallele Anrufe schon im Einstiegstarif, bei fonio sind im Solo-Tarif keine gleichzeitigen Anrufe enthalten, erst ab dem Tarif Team. Fragen Sie diesen Punkt vor Vertragsschluss gezielt ab, wenn bei Ihnen zu Stoßzeiten mehrere Anrufe zugleich eingehen.
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Redaktion KI-Telefonassistent.net
Wir recherchieren Anbieterangaben, AGB, Datenschutzunterlagen und Preislisten und bewerten nach unserer offengelegten Methodik. Erfahrungen aus eigenem Praxiseinsatz kennzeichnen wir gesondert. Zuletzt geprüft: 26.10.2026.
fonio 4,4/ 5 ab 99 € netto/Monat (jährlich), 119 € monatlich