KI-Telefonassistent für ausgehende Anrufe: Anbieter im Vergleich

Ausgehende Anrufe bieten viele KI-Telefonassistenten, aber oft erst im teureren Tarif. Am günstigsten starten Sie laut Preisseiten mit Famulor (0,15 € netto pro Minute), Zeeg bringt Kampagnen mit Mailbox-Erkennung und festem KI-Hinweis mit, smao arbeitet laut eigenen Angaben ohne US-Dienstleister.

Inhalt

Ein KI-Telefonassistent, der nur Anrufe annimmt, entlastet Ihr Team bei eingehenden Gesprächen. Übrig bleiben die Anrufe, die Sie selbst führen müssen: Termine bestätigen, verpasste Anrufer zurückrufen, Wartungstermine vereinbaren, Anfragen aus dem Kontaktformular qualifizieren. Genau dafür gibt es Outbound: Die KI wählt selbst, führt das Gespräch nach Ihrem Leitfaden und schreibt das Ergebnis in Kalender oder CRM.

Bei der Anbieterwahl fällt schnell auf, dass „kann ausgehende Anrufe“ wenig aussagt. Bei mehreren Paketanbietern ist Outbound erst ab dem zweiten oder dritten Tarif enthalten, andere rechnen ausgehende Minuten teurer ab als eingehende, und nur wenige geben bei jedem Anruf von sich aus einen KI-Hinweis. Dieser Vergleich zeigt die Unterschiede auf Basis der Preisseiten, AGB und Leistungsbeschreibungen der Anbieter (Stand Oktober 2026). Grundlagen, Einsatzfälle und die Rechtslage im Detail erklärt unser Ratgeber KI anrufen lassen.

Outbound-Anbieter auf einen Blick

AnbieterOutbound abPreis für ausgehende AnrufeKI-Hinweis laut Anbieter
ZeegPay-as-you-go und Pakete0,35 €/Min. ausgehend, Guthaben ab 10 €automatisch bei jedem Anruf
FamulorPrepaid ohne Grundgebühr0,15 € netto/Min.selbst einrichten
smaoPay as you Go0,35 €/Min., 5 € je Rufnummereinrichtbar, Standard nicht angegeben
fonioTarif Team299 € netto/Monat jährlich, 359 € monatlich, Minuten aus dem Kontingent zzgl. Carrier-Kostenselbst aktivieren
Placetel AITarif Professionallaut Preisliste, Einstieg Grow ohne Outboundselbst einrichten
SpeakKITarif Professional89 €/Monatstellt sich als digitaler Assistent vor
HalloPetraTarif nicht angegebenStufen ab 149 € netto/Monatautomatisch
TelfoTarif nicht angegebenPakete ab 79 € netto/Monat jährlichnicht erwähnt
VoiceryTarif nicht angegebenPro 89 € netto/Monat, 500 Min.Begrüßung legt Kunde fest

„Tarif nicht angegeben“ heißt: Der Anbieter nennt Outbound als Funktion, ordnet sie in den uns vorliegenden Unterlagen aber keinem Tarif zu. Fragen Sie vor Vertragsschluss schriftlich nach. Bei sipgate sona sind ausgehende Anrufe laut Leistungsbeschreibung nur eine optionale Leistung ohne ausgewiesenen Preis, deshalb fehlt der Anbieter in der Tabelle.

Die Gesamtbewertung nach unserer Methodik, Hosting und Einstiegspreise sehen Sie hier:

AnbieterWertungPreis abTestphaseHostingAVVTermin­buchungAusgehende Anrufe
fonio4,4/ 5ab 99 € netto/Monat (jährlich), 119 € monatlichkostenlos testen (Demo-Assistent aus der eigenen Website), 30 Tage Geld-zurück-GarantieEU (DE/FI/FR)✓ Ja✓ Ja✓ JaZum Anbieter →Anzeige
Zeeg4,3/ 5ab 49 € netto/Monat5 Freiminuten (3 Monate gültig), Terminbuchung 14 Tage kostenlosEU (DE, NL)✓ Ja✓ Ja✓ JaZum Anbieter →
Famulor4,3/ 5ab 0 € Grundgebühr (Prepaid 0,15 €/Min. netto)kostenlose Registrierung ohne Kreditkarte mit 800 Start-Credits (rechnerisch rund 26 Minuten bei 200 Credits je Euro und 0,15 €/Min.)Frankfurt, KI-Region wählbar✓ Ja✓ Ja✓ JaZum Anbieter →
smao4,3/ 5ab 0 € Grundgebühr + 0,35 €/Min.50 Freiminuten, ohne Kreditkarte und ohne EinrichtungsgebührDeutschland✓ Ja✓ Ja✓ JaZum Anbieter →
Placetel AI4,2/ 5ab 69 € netto/Monat (24 Monate), monatlich kündbar 79 €10 Tage kostenlos inkl. 50 GesprächsminutenDeutschland (GCP)✓ Ja✓ Ja✓ JaZum Anbieter →
SpeakKI4,2/ 5ab 39 € netto/Monat14 Tage kostenlos mit 50 Freiminuten, ohne KreditkarteDeutschland (Hetzner)✓ Ja✓ Ja✓ JaZum Anbieter →

Worauf es bei Outbound wirklich ankommt

Tarifgrenze. Die wichtigste Frage zuerst. fonio liegt in unserer Bewertung mit 4,4 von 5 Punkten vorn, Outbound gibt es dort aber erst ab Team. Wer nur Erinnerungsanrufe braucht, zahlt damit deutlich mehr als bei einem Minutentarif. Bei SpeakKI liegt die Schwelle mit 89 € netto im Monat (Professional, 800 Inklusivminuten) niedriger.

Kampagne oder Einzelanruf. Es gibt zwei Wege, Anrufe auszulösen. Bei einer Kampagne laden Sie eine Kontaktliste hoch, die KI arbeitet sie ab. Zeeg und HalloPetra beschreiben genau das, Placetel nennt CSV-Import oder API. Beim Einzelanruf stößt ein anderes System den Anruf an, etwa Ihr Kalender am Vortag eines Termins. Dafür brauchen Sie eine API oder Webhooks, die alle Anbieter in der Tabelle laut eigenen Angaben anbieten, teils erst in höheren Tarifen.

Mailbox-Erkennung und Wiederholung. Ein Teil der ausgehenden Anrufe landet zwangsläufig auf der Mailbox. Ohne Erkennung spricht die KI ihren Leitfaden ins Leere, und Sie bezahlen die Minuten trotzdem. Zeeg nennt Mailbox-Erkennung und automatische Wiederholung ausdrücklich. Bei den anderen Anbietern sollten Sie im Test gezielt eine Mailbox anrufen lassen.

Ergebnis im eigenen System. Ein bestätigter Termin nützt nur, wenn er im Kalender steht. Zeeg bucht direkt in Google Kalender, Outlook, Exchange oder iCloud. Famulor bindet unter anderem HubSpot, Salesforce und Pipedrive an, smao zusätzlich Ticketsysteme wie Jira Service Management und HaloPSA, HalloPetra Handwerkersoftware wie TAIFUN und HERO.

KI-Hinweis. Bei der Anrufannahme rechnet mancher Anrufer noch mit einer Ansage. Bei einem ausgehenden Anruf erwartet der Angerufene einen Menschen. Ein automatischer Hinweis wie bei Zeeg und HalloPetra nimmt Ihnen eine Fehlerquelle ab. Bei Telfo sollten Sie genau hinsehen: Der Anbieter erwähnt keinen KI-Hinweis und wirbt in seinen FAQ damit, dass Anrufer nicht merken, mit einer KI zu sprechen. Den Hinweis müssen Sie dort selbst in die Begrüßung schreiben.

Datenschutz. Alle Anbieter im Vergleich bieten einen Auftragsverarbeitungsvertrag an. Ohne US-Subprozessoren arbeitet in unseren Daten nur smao. Bei Famulor listet die Subprozessorenliste zahlreiche US-Dienstleister, bei HalloPetra ist das nicht eindeutig. Wenn Ihr Datenschutzbeauftragter hier strenge Vorgaben macht, lesen Sie unseren Vergleich KI-Telefonassistent DSGVO-konform aus Deutschland.

Kosten: Rechenbeispiel mit 1.000 Minuten

Angenommen, Ihr Betrieb lässt im Monat 500 Rückrufe und Terminbestätigungen von der KI führen, im Schnitt zwei Minuten lang. Das ergibt 1.000 Gesprächsminuten, Mailbox-Versuche nicht eingerechnet.

Anbieter und TarifRechnung laut PreisseiteKosten pro Monat
Famulor Prepaid1.000 × 0,15 € netto150 € netto
Zeeg Pay-as-you-go1.000 × 0,35 € ausgehend350 €
smao Pay as you Go1.000 × 0,35 € + 5 € Rufnummer355 €
SpeakKI Professional89 € inkl. 800 Min. + 200 × 0,12 € netto113 € netto
fonio Team (jährlich)299 € netto inkl. 3.600 Min.299 € netto zzgl. Carrier-Kosten

Bei smao gibt die Preisseite nicht an, ob die Preise netto oder brutto sind. Bei fonio werden ausgehende Anrufe laut Preisseite vom Minutenkontingent abgezogen, zusätzlich berechnet fonio Carrier-Kosten je angefangener Minute, deren Höhe von Zielrufnummer und Land abhängt. Das Beispiel zeigt: Für reine Outbound-Volumen sind Minutentarife oft günstiger. Sobald Sie aber ohnehin viele eingehende Anrufe haben, rechnet sich ein Paket, in dem beide Richtungen stecken. Mit Ihren eigenen Zahlen probieren Sie das im Kostenrechner aus, alle Tarife finden Sie unter Kosten.

Famulor 4,3/ 5
ab 0 € Grundgebühr (Prepaid 0,15 €/Min. netto) · Frankfurt, KI-Region wählbar
  • Prepaid ohne Grundgebühr und ohne Vertragsbindung, 0,15 € netto pro Minute, sekundengenaue Abrechnung
  • Ein- und ausgehende Anrufe, Terminbuchung im Gespräch, warme Weiterleitung mit Briefing, dazu WhatsApp, SMS und E-Mail
  • Sehr viele Anbindungen: Google Kalender, Outlook, HubSpot, Salesforce, Pipedrive, Zapier, REST-API, SDK und SIP-Trunks

Was rechtlich gilt, in Kürze

Die folgenden Punkte geben Gesetzestexte wieder und sind keine Rechtsberatung.

  • Werbeanrufe: Nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG ist Telefonwerbung gegenüber Verbrauchern ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung unzulässig, gegenüber Unternehmen ohne zumindest mutmaßliche Einwilligung.
  • Automatische Anrufmaschinen: § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG verlangt für Werbung damit immer eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, auch im B2B. Ob ein frei sprechender KI-Agent darunter fällt, regelt das Gesetz nicht ausdrücklich. Planen Sie Werbeanrufe per KI deshalb nur mit ausdrücklicher Einwilligung.
  • Dokumentation: § 7a UWG verpflichtet Sie, die Einwilligung von Verbrauchern in Telefonwerbung zu dokumentieren und fünf Jahre aufzubewahren.
  • KI-Hinweis: Art. 50 Abs. 1 der KI-Verordnung (EU) 2024/1689 verpflichtet Anbieter von KI-Systemen, die mit Menschen interagieren, diese darüber zu informieren, sofern es nicht offensichtlich ist. Die Pflicht gilt seit dem 2. August 2026. Mustertexte für die Begrüßung finden Sie im Ratgeber AI Act in der KI-Telefonie.

Reine Service-Anrufe wie Terminerinnerungen gelten in der Regel nicht als Werbung. Das kippt schnell, wenn die KI im selben Gespräch Zusatzleistungen anbietet. Halten Sie solche Leitfäden deshalb frei von Verkaufsangeboten und lassen Sie Grenzfälle anwaltlich prüfen.

Welcher Anbieter zu welchem Fall passt

  • Terminerinnerungen und Kampagnen mit wenig Aufwand: Zeeg. Terminbuchung, Kampagnen mit Mailbox-Erkennung und automatischer KI-Hinweis stecken in einem Produkt, der Einstieg geht ab 10 € Guthaben.
  • Niedrigster Minutenpreis und viele Integrationen: Famulor. 0,15 € netto pro Minute ohne Grundgebühr, dafür mehr Einarbeitung und US-Dienstleister im Hintergrund.
  • Datenschutz ohne US-Dienstleister: smao, mit Hosting und eigenen Sprachmodellen in Deutschland, zum höheren Minutenpreis.
  • Handwerksbetrieb mit Wartungsterminen: HalloPetra wirbt mit Kontaktlisten-Kampagnen für genau diesen Fall und bindet Handwerkersoftware an. Mehr dazu auf unserer Seite für das Handwerk.
  • Viele ein- und ausgehende Anrufe auf einer Plattform: fonio ab Team, mit 3.600 Inklusivminuten und rund 30 Integrationen.
  • Kleines Budget, Paketpreis: SpeakKI Professional für 89 € netto im Monat mit 800 Minuten mit Hosting in Nürnberg.
  • Bereits Placetel-Telefonanlage: Placetel AI ab Professional, Start per CSV-Import oder API.
Zeeg 4,3/ 5
ab 49 € netto/Monat · EU (DE, NL)
  • Öffentliche Preise ab 49 € netto im Monat (Jahreszahlung) für 250 Inbound-Minuten, dazu Pay-as-you-go ab 10 €
  • Terminbuchung im Gespräch direkt in Google Kalender, Outlook, Exchange oder iCloud, ohne separaten Buchungstarif
  • Ein- und ausgehende Anrufe inklusive Kampagnen mit Mailbox-Erkennung und automatischer Wiederholung

So testen Sie Outbound vor dem Vertrag

  1. Lassen Sie die KI zuerst Ihre eigene Mobilnummer anrufen und prüfen Sie, welche Rufnummer angezeigt wird.
  2. Testen Sie gezielt einen Anruf auf eine Mailbox und einen Anruf, bei dem Sie mitten im Satz unterbrechen.
  3. Prüfen Sie, ob das Ergebnis korrekt im Kalender oder CRM ankommt.
  4. Starten Sie mit 20 bis 30 echten Kontakten und lesen Sie die Transkripte, bevor Sie die Liste vergrößern.

Testmöglichkeiten laut Anbieter: Famulor mit 800 Start-Credits ohne Kreditkarte, smao mit 50 Freiminuten, Placetel 10 Tage mit 50 Minuten, SpeakKI 14 Tage mit 50 Freiminuten, Zeeg mit 5 Freiminuten. Bei fonio ist Outbound im Test an den Team-Tarif gebunden, dafür gilt laut Anbieter eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie.

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Die Technik hinter ausgehenden Gesprächen erklärt der Ratgeber zum Voice Agent. Alle Anbieter mit Bewertung finden Sie im Gesamtvergleich und in der Anbieterübersicht.

Häufige Fragen

Welcher KI-Telefonassistent kann ausgehende Anrufe?Laut Anbieterangaben unter anderem Zeeg, Famulor, smao, fonio, Placetel AI, SpeakKI, HalloPetra, Telfo und Voicery. Bei fonio (ab Team), Placetel (ab Professional) und SpeakKI (ab Professional) ist Outbound im Einstiegstarif nicht enthalten. Bei sipgate sona sind ausgehende Anrufe laut Leistungsbeschreibung nur optional und ohne ausgewiesenen Preis.
Was kostet ein ausgehender KI-Anruf?Bei Minutentarifen laut Preisseiten 0,15 € netto pro Minute bei Famulor (Prepaid) und 0,35 € pro Minute bei Zeeg (Pay-as-you-go, ausgehend) und smao (Pay as you Go). Ein Gespräch von zwei Minuten kostet damit rund 0,30 € bis 0,70 €, Mailbox-Versuche und Wiederholungen kommen hinzu.
Darf ich Kunden von einer KI anrufen lassen?Für Service-Anrufe wie Terminerinnerungen an Bestandskunden in der Regel ja. Für Werbeanrufe verlangt § 7 Abs. 2 UWG bei Verbrauchern eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, bei automatischen Anrufmaschinen auch bei Unternehmen. Dies ist keine Rechtsberatung; lassen Sie Kampagnen vorher prüfen.
Muss sich die KI bei ausgehenden Anrufen als KI zu erkennen geben?Art. 50 Abs. 1 der KI-Verordnung (EU) 2024/1689 verlangt, dass Menschen erfahren, wenn sie mit einem KI-System interagieren, sofern das nicht offensichtlich ist. Zeeg und HalloPetra geben an, dass der Assistent automatisch einen KI-Hinweis gibt; bei fonio, Famulor, Placetel und Telfo richten Sie den Hinweis selbst in der Begrüßung ein.
Welcher Anbieter eignet sich für Outbound ohne US-Dienstleister?In unseren Daten gibt nur smao an, ohne US-Subprozessoren zu arbeiten, mit Hosting und eigenen Sprachmodellen in Deutschland. Die anderen Outbound-Anbieter im Vergleich nutzen laut ihren Unterlagen US-Dienstleister oder machen dazu keine eindeutigen Angaben.

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Redaktion KI-Telefonassistent.net
Wir recherchieren Anbieterangaben, AGB, Datenschutzunterlagen und Preislisten und bewerten nach unserer offengelegten Methodik. Erfahrungen aus eigenem Praxiseinsatz kennzeichnen wir gesondert. Zuletzt geprüft: 26.10.2026.
fonio 4,4/ 5 ab 99 € netto/Monat (jährlich), 119 € monatlich